Downhiller, Ingenieur, Velobäcker
Sergio Tschenett
Mit dem PostAuto auf die Passhöhe
Besonders gerne beginnt Sergio eine Tour im Gebiet Minschuns. «Ich mag die Ruhe hier oben und die Aussicht auf den vergletscherten Ortler. Und das Angenehme ist: Du und dein Bike können mit dem PostAuto auf den Ofenpass fahren.» Von dort ist es dann nicht mehr weit bis zum Einstieg in Sergios Lieblingstour…
Daheim ist es am schönsten
Das Ziel der ewiglangen Trail-Runde liegt 1'250 Höhenmeter weiter unten – direkt vor dem berühmten Kloster St. Johann in Müstair. Für Sergio ist hier der schönste Ort zum Biken. Und schöne Orte hat er viele gesehen, während er als Downhiller die Welt bereiste. «Doch je weiter weg ich war, desto mehr erzählte ich, wie gut die Trails im Val Müstair sind. Also bin ich wieder zurückgekehrt.»
Ingenieurskunst aus dem Val Müstair
Auch wenn Sergio gerade nicht auf dem Velo sitzt, dreht sich bei ihm fast alles um Mountainbikes. Er arbeitet im elterlichen Betrieb mit Schlosserei und Bike-Shop. Am liebsten steht er vor seiner CNC-Fräsmaschine und entwickelt ausgeklügelte Teile, um die Geometrie und Steifigkeit von Downhill-Bikes zu verändern. Nicht wenige Profis schwören darauf.
Auch Velos kann man backen
Schrauben und Schweissen, Fräsen und Feilen. Sergio kann ganze Nächte in seiner Werkstatt verbringen und tüfteln. Sein Eifer kennt dabei keine Grenzen. Und so kann es vorkommen, dass er plötzlich mit einem Velo-Rahmen beim Bäcker anklopft und fragt, ob er diesen vier Stunden lang bei 180 Grad härten lassen kann.
Perfekte Topografie für Singletrails
Früher konnte es ihm nicht krass genug sein, heute will Sergio vor allem Spass und eine gute Zeit haben. Anspruchsvoll ist er trotzdem geblieben. Fahren will er Singletrails, Singletrails und nochmals Singletrails. Und diese findet er im Tal zur Genüge. «Wir sind umringt von hohen, aber flach abfallenden Bergen – die perfekte Topografie für lange und flowige Singletrails.»