Wo Schönes entsteht
Handweberei Tessanda
Tradition verpflichtet
Es klappert und knarrt. Das ist die Melodie der Webstühle in der Tessanda. Sie sind teilweise schon 100 und mehr Jahre alt und wurden damals von Schreinern aus dem Tal gefertigt. Die hölzernen Apparate sind handwerkliche Schmuckstücke mit eigenen Namen. Sie heissen «Nepomuk», der «Hüter des Schweigens» oder «Mammut» – der grösste Webstuhl in der Manufaktur. Es werden nur Garne aus reinen Naturfasern verwendet, woraus dann das einstige Tuch entsteht, was wir heute Stoff nennen. Nicht nur Wolle und Leinen werden verarbeitet. Auch der feine Seidenfaden wird auf dem Webstuhl zum eleganten Accessoire.
Stoff für die Ewigkeit
Das älteste Zeugnis der Handweberei Tessanda stammt aus der Zeit um 800. Damals wurde das Kloster St. Johann in Müstair erbaut, das heute zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. In der Klosterkirche war ein Freskenmaler beschäftigt. Dabei hat er im weichen Malputz nicht nur Fingerabdrücke hinterlassen, sondern auch das Muster seines handgewobenen Ärmels. Heute finden sich solche Textilmuster «made im 21. Jahrhundert» im hauseigenen Laden der Tessanda auf allerhand Alltags- und Geschenkartikeln. Keine Chinaware, sondern ein authentisches und hochwertiges Stück Val Müstair – gefertigt für die Ewigkeit.