Was gibt's Neues?

Aktuelle Forschungsprojekte

Herbst im Val Müstair
Seit dem Bestehen der Biosfera Val Müstair sind zahlreiche Forschungsprojekte im Parkperimeter durchgeführt worden. Diese umfassen Bachelor- und Masterarbeiten wie auch mehrjährige Forschungsprojekte in den Disziplinen der Natur-, Wirtschafts-, Ingenieurs- und Sozialwissenschaften.

Totholzkäfer im Val Müstair

Bisher war sehr wenig über die Vielfalt an Totholzkäfern im Val Müstair bekannt. Deswegen bestimmten Artexperten einen Sommer lang diese an verschiedenen Waldstandorten. Sie fingen insgesamt 745 Käferarten. Davon waren 333 Arten in ihrer Lebensweise vor allem von Alt- und Totholz abhängig. Einige der gefundenen Käferarten gelten als gefährdet oder potenziell gefährdet. Die Untersuchung zeigt, dass im Val Müstair noch ein ansehnliches Artenspektrum vorhanden ist, welches es zu erhalten gilt.

Weberbock

Käfer gesucht!

Der Weberbock (Lamia textor), der noch in den 50er Jahren im Val Müstair anzutreffen war, konnte von den Forschenden nicht mehr nachgewiesen werden. Ist dieser bloss zufällig in keine Käferfalle geraten oder gibt es ihn im Val Müstair tatsächlich nicht mehr? Vielleicht entdecken Sie ihn ja entlang dem Rombach? Schicken Sie uns ein Foto mit Info zum Fundort an: linda.feichtinger@biosfera.ch

Weissgefärbter Bach im Val Costainas

Seit dem Jahr 2000 findet man im Bachbett des Aua da Prasüra im Val Costainas oberhalb von Sta. Maria weiss eingefärbte Steine. Dieses Phänomen wurde bereits an einigen hoch gelegenen Gebirgsbächen in den Ostalpen beobachtet. Die Farbe stammt von Flocken aus Aluminiumsulfat, die sich auf den Steinen ablagern. Die Bildung der Flocken ist auf die Produktion von Schwefelsäure in Permafrost-Gebieten zurückzuführen. Deshalb besteht die Möglichkeit, dass sich die Wasserqualität der betroffenen Gebirgsbäche in Zukunft aufgrund der Klimaerwärmung verschlechtern wird. Die Untersuchung des Aua da Prasüra im Val Costainas und zusätzliche Laborexperimente sollen helfen, die künftige Entwicklung besser abschätzen zu können.

Aua da Prasüra

Erfolgskontrolle Revitalisierung Rombach

Es ist bereits mehr als zehn Jahre her, dass der Rombach bei Fuldera auf der Ebene von Palüds und Las Spinas revitalisiert wurde. Seitdem die Kanalisierung aufgehoben worden ist, kann der Fluss wieder frei mäandrieren und es haben sich entlang des Flussufers einige Sträucher und Bäume angesiedelt. Nun werden die Gewässerstruktur des Rombachs und dessen (Ufer-)Vegetation in einer Masterarbeit eingehend untersucht. Ziel der Arbeit ist es, den ökologischen Zustand des Rombachs und dessen Ufer zu bewerten und Pflegemassnahmen für eine mögliche zukünftige Entwicklung aufzuzeigen.

Der Rom bei Palüds